TREUBERG – Hallig Langeneß

Nachfolgend meine letzten Bilder (überwiegend vom Januar 2016)  von der Warft „Treuberg“ auf der Hallig Langeneß und dem darauf stehenden alten Hallighaus. Die Warft wurde bei den letzten Warfterhöhungen in den 1990er-Jahren nicht mehr berücksichtigt, da das Haus nicht ständig bewohnt war.
Der Zustand ist inzwischen sehr marode, bei heftigen Sturmfluten dringt immer wieder Nordsee-Wasser ins Haus ein.

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Geplant ist nun das Haus abzureißen und die Warft erheblich zu vergrößern und zu erhöhen. Die neue Warft erhält dann eine neue Bebauung mit Lebensmittelmarkt, Wohnungen für Gemeinde-Angestellte (z.B. Lehrerin, Krankenpflegerin) sowie einem Lagerplatz für Baumaterialien des Küstenschutzes.

Aber das alte Hallighaus hat nun mal seinen morbiden Charme, nicht zuletzt deshalb diente es bereits diverse male als Location für TV-Filme. Der letzte dort gedrehte Film wird nun am kommenden
Mittwoch, 25.Mai um 20:15 Uhr im 1. Programm zu sehen sein:
Einmal Hallig und zurück mit Anke Engelke und Charly Hübner.
Unbedingt anschauen!
Die Warft Treuberg wird im Film zwar auf die Hallig Süderoog verlegt, muss man aber als künstlerische Freiheit gelten lassen.Das alte Hallighaus „Treuberg“ mit seinem Fething
(Fething=Regenwasserteich, bis 1962 die Viehtränke, dann wurde die Hallig an die Trinkwasserversorgung angeschlossen)

Nachfolgend noch einige Warft-Ansichten:
Deutlich erkennbar, welche geringe Höhe die Warft aufweist, bei den zusehends steigenden Wasserständen ist das Haus somit nicht mehr vor den Nordseewellen geschützt


8 Gedanken zu “TREUBERG – Hallig Langeneß

  1. Deine Fotos sind mal wieder wunderschön. Die ersten beiden Fotos von der Warft Treuberg sind umwerfend.
    Wir haben die Warft bzw. das Gebäude nur vom Weg aus gesehen, ich wußte nicht, dass die unbewohnt ist und man ruhig dort hingehen kann.
    Einerseits ist es schade um das urige Gebäude wenn es abgerissen wird, aber eine Erhöhung der Warft und vor allen Dingen eine neue Bebauung mit einem Lebensmittelmarkt, gefällt mir sehr.
    Dann wäre ein Urlaub auf Langeneß für uns auch wieder ein Thema.
    Die beiden letzten Fotos mit der Abendstimmung sind so richtig fürs Herz.
    Danke für den Hinweis mit dem Film, ich weiß nur nicht ob wir es geregelt kriegen den zu sehen.
    Weißt Du wann der gedreht wurde?
    War das 2014? Als wir auf Langeneß waren, war nämlich auch ein Filmteam da.
    Herzliche Grüße
    Agnes

  2. Hallo Agnes,
    ich bin mir relativ sicher, dass das TV-Team auch zu Eurer Zeit da war.
    Falls Du den Film um 20:15 Uhr nicht sehen kannst, er wird anschließend um 0:20 Uhr wiederholt.
    Spielen übrigens einige Halliglüüd als Komparsen mit, vielleicht erkennst Du ja Einige (Tipp: vor allem die Wattwandergruppe am Ende des Films).
    Schönen Gruß und viel Spaß
    Helmut

  3. Hallo Helmut,
    ich finde es ja ein bischen schade, dass das alte Haus abgerissen wird…
    Wunderschöne Bilder, wenngleich ich noch nicht an den Winter erinnert werden möchte 😀
    Meine Favoriten sind die beiden letzten Fotos.
    LG, Netty

  4. „Einmal Hallig und zurück“ hab´ ich gesehen und war sofort begeistert von dem Hof, auf dem das Ganze spielte. Vor nun 10 Jahren habe ich meine Liebe zur Nordsee entdeckt und fahre nun im Sommer immer auf eine der Nordessinseln … ganz in der Nähe von Langeneß … Am Ende von „Einmal Hallig und zurück“ sieht man erst den Hof in der Übersicht und plötzlich sieht man eine andere Hallig … mit einem andern Hof, wer genau hinsieht, dem fällt das auf … dann habe ich beide Drehorte bei Google-Earth gesucht und gefunden … und bin nun auch hier gelandet! … … … … Soooo schade, wenn dieser schöne Hof in der See versinken würde … Warum wurde die Warft den in den 90ger Jahren nicht mehr erhöht? … Aber irgendwann versinkt wohl eh alles … … … … Seit ich regelmäßig an die Nordsee fahre, habe ich auch diese wunderschönen, alten Bauernhäuser entdeckt und lieben gelernt: Sie haben noch ein menschliches Maß! Sie sind nicht so rießig und brutal, wie wir heute bauen! Sie haben noch menschliche Proportionen, weil man früher noch eine Waage finden musste, zwischen Handarbeit (fehlened Maschinen) , mögliche Bau-Materialien (nur Material, das auch damals zu beschaffen war) , zu erwartende Naturgewalten denen die Häuser trotzdem wiederstehen mussten … das alles schrenkte die Menschen ein, und schaffte aber auch Häuser, die sich in die Natur einfügen!!! … Heute baut man ohne Rücksicht auf all das nehmen zu müssen, und so kalt und fast brutal wirken unsere Häuser auch, im Vergleich zu diesen Häusern!!! … und das spüren wir heute nur noch unterbewusst! … Wir leiben diese kleinen, bescheidenen, geduckten Häuser, viele wohl ohne zu wissen warum … und wohnen tun wir in seelenlosen Klötzen aus Beton mit möglichst optimaler Wohnfläche und Doppelgarage … früher waren wir noch bereit uns einzuschränken …

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